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Portret Stary Rynek w Poznaniu

Stary Rynek w Poznaniu

2025-07-02

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Biografie

Die Geschichte des Alten Marktes in Posen

Der Alte Markt in Posen ist einer der ältesten und bedeutendsten Orte der Stadt und fungierte über Jahrhunderte hinweg als wirtschaftliches, administratives und kulturelles Zentrum. Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, und seine reiche Vergangenheit spiegelt sich in der Architektur, den Denkmälern und den Legenden wider, die mit diesem Ort verbunden sind.


Anfänge und mittelalterliche Wurzeln

Der Alte Markt in Posen wurde 1253 angelegt, als die Fürsten Przemysł I. und Bolesław der Fromme der Stadt das Stadtrecht nach Magdeburger Recht verliehen. Es war eine Zeit, in der sich Posen dynamisch als Zentrum für Handel und Handwerk entwickelte.


Der Marktplatz wurde auf einem quadratischen Grundriss mit einer Seitenlänge von 141 Metern angelegt, was ihn zum drittgrößten Marktplatz Polens macht (nach Krakau und Breslau). Im zentralen Teil des Marktplatzes wurde das Rathaus errichtet, um das herum nach und nach Wohnhäuser, Händlerstände und Häuser wohlhabender Patrizier entstanden.


Blütezeit in der Renaissance

Im 16. Jahrhundert erlebte Posen eine Blütezeit, was sich in der Architektur des Marktplatzes widerspiegelte. In den Jahren 1550–1560 baute der italienische Architekt Giovanni Battista di Quadro das Rathaus im Renaissancestil um und verlieh ihm sein heutiges, repräsentatives Aussehen. Aus dieser Zeit stammen der berühmte Rathausturm und die Uhr mit den Ziegenböcken, die zum Wahrzeichen der Stadt geworden sind.


Rund um den Marktplatz entstanden zudem zahlreiche Bürgerhäuser wohlhabender Bürger, die oft mit Malereien und reichhaltigen architektonischen Details verziert waren. In dieser Zeit gab es auch zahlreiche Handelsstände, darunter die Tuchhalle, das Gebäude der Stadtwaage und die Bauhütten.


Zeit der Zerstörung und des Wiederaufbaus

Im 17. und 18. Jahrhundert litt Posen unter zahlreichen Kriegen, Bränden und Epidemien. Die Schweden während der „Schwedischen Invasion“ sowie die preußischen Truppen nach der zweiten Teilung Polens trugen zur Zerstörung eines Teils der Marktplatzbebauung bei.


Im 19. Jahrhundert kam es zu gravierenden Veränderungen in der Architektur des Marktplatzes. Damals wurden einige Bürgerhäuser im klassizistischen Stil umgebaut. Zudem entstanden neue Gebäude, wie beispielsweise das Arsenal.


Der Zweite Weltkrieg und der Wiederaufbau

Während des Zweiten Weltkriegs erlitt der Alte Marktplatz enorme Zerstörungen. Bombardierungen und Kämpfe um die Stadt führten dazu, dass die historischen Gebäude fast vollständig dem Erdboden gleichgemacht wurden. Nach dem Krieg wurde beschlossen, den Marktplatz nach Plänen wieder aufzubauen, die an sein Vorkriegsaussehen anknüpften. Es handelte sich um einen der größten Wiederaufbauprojekte in Polen nach dem Krieg.


Die Gegenwart

Heute ist der Alte Markt in Posen das kulturelle und touristische Zentrum der Stadt. Hier befinden sich zahlreiche Restaurants, Cafés und Museen, wie das Museum für Stadtgeschichte (im Rathaus) und das Museum für Musikinstrumente. Besonders im Sommer pulsiert der Marktplatz vor Leben, und vielfältige Veranstaltungen wie der Johannismarkt, Open-Air-Konzerte oder Kunstausstellungen ziehen Einwohner und Touristen an.


Wissenswertes

Die Posener Ziegenböcke – jeden Tag um 12:00 Uhr erscheinen auf dem Rathausturm zwei mechanische Ziegenböcke, die sich mit den Hörnern stoßen und damit an eine lokale Legende anknüpfen.


Handwerkshäuser – malerische, schmale Stadthäuser in Pastellfarben, die ursprünglich als Verkaufsstände dienten.


Proserpina-Brunnen – einer der vier barocken Brunnen, die den Marktplatz schmücken und die mythologische Geschichte der Entführung der Proserpina durch Pluto symbolisieren.


Zusammenfassung

Der Alte Markt in Posen ist ein Ort, der reiche Geschichte mit dem modernen Stadtleben verbindet. Bei einem Spaziergang durch seine Gassen spürt man den Geist vergangener Jahrhunderte und lernt die faszinierende Geschichte eines der bedeutendsten öffentlichen Plätze Polens kennen.